Eine kleine, aber gut „befußte“ Gruppe des SWV Hausach erwanderte kürzlich den Premiumwanderweg Donauversinkung bei Immendingen.
Bei Immendingen bis hin nach Fridingen verschwindet die noch junge Donau auf Grund geologischer Gegebenheiten an ca. 150 Tagen im Jahr im Untergrund und kommt nach etwa 60 Tagen im 12 km entfernten Aach als Quelle wieder an das Tageslicht.
Das trockene Flussbett kann begangen werden, was auch von einigen genutzt wurde.
Vorbei am gewaltigen Einödviadukt der Schwarzwaldbahn und dem ehemaligen Bahnhof von Hattingen tauchte bald eine weitere geologisch interessante Stellte auf, die
Doline Michelsloch, ein 8-10 m tiefer Einbruch im Gelände mit einem Durchmesser von
25 m, wie er bei der Gesteinsart des Weißen Jura immer wieder vorkommen kann.
Nach einigem Auf und Ab durch eine Landschaft mit leider nur eingetrübtem Blick auf die Hegauberge erreichte die Gruppe am frühen Nachmittag schließlich den Vulkankrater des Höwenegg, den nördlichsten der Hegauvulkane. Der Krater ist heute wegen seiner langen Nutzung als Steinbruch zum Abbau von Basalt ein tiefes Loch mit senkrecht abfallenden Felswänden, auf dessen Grund sich ein wunderbar grün schimmernder See gebildet hat.
Der Zug brachte die, nach 5 Std. Gehzeit, doch etwas ermüdeten Wanderer zurück nach Hausach, wo man nach der Ankunft am frühen Abend bei einer Einkehr wieder Kraft schöpfen konnte.

