Haussperrling
Quelle: NABU
1. Kurzbeschreibung
Mittelgroßer, vorwiegend grauer Sperlingsvogel. Haussperlinge trifft man in fast allen menschlichen Siedlungsräumen an. Solange ganzjährig Sämereien und Getreidekörner vorhanden sind und ausreichend Nistmöglichkeiten bestehen, fühlen sie sich wohl. Haussperlinge sind Schwarmvögel und fallen in Hecken oft durch lautes Tschilpen auf.
2. Aussehen
Haussperlinge wirken oft sehr gedrungen und haben einen großen Kopf. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben einen kräftig schwarz-braun gestreiften Rücken. Während die Weibchen sonst eher unscheinbar grau und braun sind, können die Männchen eine schwarze Kehle und einen schwarzen Latz, einen grauen Scheitel und graue Wangen sowie einen braunen Kopfstreifen vorweisen.
- Körperlänge 14-16 cm
- Flügelspannweite 22-23 cm
- Gewicht 19-25 g
3. Verhalten
Der Spatz lebt gesellig und brütet gerne in Gemeinschaft mit anderen Paaren. Bei der Nistplatzwahl ist er nicht gerade wählerisch. Meist baut er sein Nest in Nischen oder Höhlen, vorzugsweise an Gebäuden oder in Baumhöhlen, ab und zu auch mal frei in Büschen oder Bäumen. Aber er nimmt auch gerne Nistkästen mit großer Öffnung an.
4. Lebensraum
Dörfer, Städte, Parks, Gärten, Äcker
5. Nestbau, Eier, Brutverhalten
Einfaches Nest aus Gräsern, ausgekleidet mit Federn, Haaren, Fäden, etc.; in Nischen, Höhlen an / in Gebäuden, in Nistkästen und auch in Bäumen.
Eier: bläulich weiß mit braunen Flecken, 22,2 x 15,6 mm
Gelege: 4-6 Eier
2-4 Bruten im Jahr, März bis September
Bebrütungsdauer: 12-14 Tage
6. Gefährdung
Obwohl Haussperlinge zu den Kulturfolgern zählen, unterliegen sie einem negativen Bestandstrend. Gründe hierfür sind eine Nahrungsverknappung durch Flächenversiegelung und das Kurzhalten der Rasenflächen sowie ein Rückgang der Nistmöglichkeiten durch Abdichtung der Fassaden.
Rote Liste Status Deutschland: Vorwarnliste
7. Nahrung
Haussperlinge haben ein vielfältiges Nahrungsspektrum. Hauptbestandteil sind vor allem Körner und Samen. Nur zur Jungenaufzucht verfüttern sie tierische Nahrung, beispielsweise Insekten und deren Larven. Bei einem beschränkten Nahrungsangebot, wie es oftmals in Städten der Fall ist, greifen sie auf Knospen, Haushaltsabfälle oder Brotkrümel zurück.
8. Zugverhalten
Standvogel
9. Stimme
Einsilbiges lautes Tschilpen. Entweder einzeln, häufiger aber von einer Gruppe im Chor gerufen. Der Vogel ist dabei selten offen sichtbar, meist im Gebüsch sitzend
10. Was kann ich tun?
Da es sich bei Spatzen um eine an Menschen angepasste Art handelt, können wir sie gut unterstützen. So können beispielsweise bei der Versiegelung von Fassaden neue Niststätten durch Nistkästen geschaffen werden. Auch im eigenen Garten können wir spatzenfreundliche Bereiche schaffen, indem wir bestimmte samen- oder körnerreiche Arten pflanzen und Stellen für Sandbäder freihalten. Zudem profitieren Haussperlinge von Futterhäuschen.