Waldbaumläufer
Quelle: NABU
1. Kurzbeschreibung
Außer im Nordwesten des Landes ist der Waldbaumläufer in ganz Deutschland heimisch. Er sieht dem häufigeren Gartenbaumläufer sehr ähnlich. Am besten können wir sie durch den Gesang voneinander unterscheiden. Es ist sehr niedlich anzusehen, wenn er wie eine kleine Maus die Baumstämme hinaufhuscht, emsig auf der Suche nach versteckten Insekten.
2. Aussehen
Etwas schlanker als der Gartenbaumläufer hat der Waldbaumläufer auch einen etwas kürzeren Schnabel und eine längere Hinterzehe. Die Unterseite ist silbrig weiß. Die Oberseite und der Scheitel sind braun, beige und weiß gefleckt. Deutlich ist der weiße Überaugenstreif zu erkennen. Am Flügel ist ein unregelmäßig gestuftes Flügelfeld zu sehen.
- Körperlänge 12 - 13 cm
- Flügelspannweite 18 - 21 cm
- Gewicht 8 - 12 g
3. Verhalten
Mit seinen langen, steifen Schwanzfedern kann sich der Baumläufer gut am Stamm abstützen, wenn er bei der Futtersuche die Bäume hinaufklettert. Auch die lange Hinterzehe hilft ihm dabei. Mit dem gebogenen feinen Schnabel erreicht er gut unter der Borke versteckte Insekten.
4. Lebensraum
Lebensraum der Waldbäumläufer sind dichte Nadel-, aber auch Laub- und Mischwälder. Ab und zu lässt er sich auch in Parks und Gärten mit altem Baumbestand blicken.
5. Nestbau, Eier, Brutverhalten
In Baumspalten und unter loser Rinder baut er sein Nest aus Reisern, Moos, Tierhaaren und Federn, im Wald.
Eier: weiß mit rotbraunen Flecken, 15,7 x 12,1 mm
Gelege: 5 – 6 Eier
1 – 2 Bruten im Jahr, März – August
Bebrütungsdauer: 13 – 15 Tage
6. Gefährdung
Waldbaumläufer sind nicht gefährdet.
7. Nahrung
Waldbaumläufer picken sich Insekten und Spinnen von den Bäumen.
8. Zugverhalten
Das ganze Jahr über kann man den Waldbaumläufer bei uns sehen.
9. Stimme
Er singt dünn und fein „si-si-drrrrr-si-drrr“ mit Schnörkel oder kleinem Triller am Ende. Auch hohe pfeifende „srri“-Rufe lässt er von sich hören.