Große Bartfledermaus
Quelle: NABU
1. Kurzbeschreibung
Die Große Bartfledermaus oder Brandtfledermaus ist eine Fledermaus-Art aus der Gattung der Mausohren. Die Große Bartfledermaus ist eine eher kleine Fledermausart. Ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt nur etwa vier bis fünf Zentimeter, die Flügelspannweite liegt zwischen 19 und 20 Zentimeter. Das nachgewiesene Höchstalter in Deutschland ist (1986) 28,5 Jahre.
2. Aussehen
3. Verhalten
4. Lebensraum
Die Große Bartfledermaus ist stark an Wälder und oft an Gewässer gebunden. Sie lebt in Mischwald, Laubwald und manchmal in Nadelwald. In der Nähe menschlicher Siedlungen ist sie seltener als die Kleine Bartfledermaus anzutreffen. Im Sommer schläft sie meist in Baumhöhlen, aber auch in Gebäuden und Nistkästen, im Winter in Höhlen, Tunnelbauwerken, Bergwerken und Kellern. Nördliche Populationen halten einen Winterschlaf.
Die Wochenstubenquartiere der Großen Bartfledermaus belegen die Weibchen von Mai bis August und befinden sich sehr häufig in Spaltenquartieren hinter Verkleidungen, Fensterläden, im Dachbereich zwischen Balken, Verschalung oder Latten und Dachbedeckung (z.B. Ziegel, Holz, Eternit) und in Hohlblocksteinen in und an Gebäuden, oftmals auf Dachböden. Außerdem werden in Wäldern Spaltenquartiere und abstehende Borke, Vogelnist- und Fledermauskästen (insbesondere von den Männchen während der Balz) als Quartiere genutzt.
Die Wochenstubengröße beträgt meist 15-50, manchmal bis zu 100 Weibchen.
5. Nestbau, Eier, Brutverhalten
6. Gefährdung
Alle heimischen Fledermausarten sind als besonders schützenswert eingestuft und gelten somit in Deutschland als „streng geschützte Arten“.
Die Große Bartfledermaus gilt als stark gefährdet und ist streng geschützt. Eines der Hauptprobleme für die heimischen Fledermäuse ist der Mangel an geeigneten Tages- und Winterschlafquartieren sowie an Quartieren für Wochenstuben, in denen die Jungtiere zur Welt kommen und vom Muttertier gepflegt werden, bis sie selbständig sind.
7. Nahrung
8. Zugverhalten
Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartier sind üblich (bis 700 km).
10. Was kann ich tun ?
Konkret hilft der Große Bartfledermaus, wenn Sie im Garten auf Insekten- und Pflanzenvernichtungsmittel verzichten und vorzugsweise heimische Stauden und Gehölze verwenden.
In den meisten Bundesländern geht man von einer Bestandsabnahme aus, ohne die genauen Gründe dafür zu kennen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Forstwirtschaft am meisten zum Schutz dieser Art beitragen kann, da die Große Bartfledermaus häufig in alten Waldbeständen jagend nachgewiesen wird und dort auch, wie in Siedlungen, ihre Quartiere hat.