Kohlmeise

Quelle: NABU

1. Kurzbeschreibung

Die Kohlmeise ist einer der häufigsten Gäste in unseren Gärten. Sie ist die größte Meisenart Europas und unterschedet sich somit in ihrer Statur deutlich von wirkt deutlich der Blaumeise, die ebenfalls häufig im Garten anzutreffenden ist. Mit dem schwarz-weißen Kopf, der gelben Brust und dem auffälligen schwarzen Bauchstreifen ist sie eigentlich unverwechselbar. Im Winter kommt sie gerne zum Futterhaus und zeigt sich selten scheu. Als Höhlenbrüter baut sie ihr Nest eigentlich in Baumhöhlen oder Felsspalten, nimmt aber auch gerne Nistkästen an.

2. Aussehen
Die Kohlmeise ist vergleichsweise groß und wirkt leicht plump. Der Kopf ist glänzend schwarz mit einem weißen Wangenfeld. Die Unterseite ist leuchtend gelb und wird von einem schwarzen Längsstreifen unterbrochen. Ihr Mantel ist moosgrün, und über den blaugrauen Flügeln befindet sich eine weiße Binde. 
3. Verhalten
Die Kohlmeise ist sehr zutraulich und kann häufig im Winter am Futterhaus beobachtet werden.
4. Lebensraum

Kohlmeisen sind weit verbreitet. Sie leben an baum- und gehölzreichen Orten wie Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten.

5. Nestbau, Eier, Brutverhalten
Sie brütet eigentlich in Baumhöhlen, nutzt aber in Siedlungsgegenden allerlei Alternativen und nimmt auch häufig Nistkästen an. Das Nest polstert sie mit weichen Materialien wie Tierhaaren oder Moos aus.
Eier: weiß mit rotbraunen Flecken, ca 18 x 13 mm
Gelege: 6 – 12 Eier
1 – 2 Bruten im Jahr, März – August
Bebrütungsdauer: 13 – 15 Tage
6. Gefährdung

Die Kohlmeise ist nicht gefährdet.

7. Nahrung

Im Sommer besteht die Nahrung hauptsächlich aus Insekten und deren Larven, Spinnen, Schmetterlingsraupen und Blattläusen. Im Winter fressen sie mehrheitlich Samen.

8. Zugverhalten
Kohlmeisen zählen hauptsächlich zu den Standvögeln und verbringen das ganze Jahr in Deutschland. Jungvögel wandern teilweise im Herbst in südliche Regionen.
 
9. Stimme
Der Gesang des Männchens besteht aus verschiedenen monotonen Strophentypen, wobei „zi zi bäh“ eines der markantesten Motive ist. Die Rufe ähneln denen von anderen Meisenarten und klingen zum Beispiel wie „zi tuhi“.
10. Was kann ich tun?

Um der Kohlmeise genügend Nistmöglichkeiten zu bieten, können Sie im Garten etwas Unordnung schaffen und zum Beispiel morsche Baumstämme nicht direkt entfernen.

Übrigens:

Sie können der Kohlmeise auch Gutes tun, indem Sie ihr im Frühjahr Nistmaterial zur Verfügung stellen: ob Moos, Haare oder andere wollige Naturfasern – das alles hilft der Kohlmeise, ein weiches Nest zu bauen. Sie nehmen häufig auch Nistkästen an.