Uhu

Quelle: NABU

1. Kurzbeschreibung

Der Uhu ist die größte europäische Eulenart. Nachdem er lange bejagt wurde, entspannt sich die Situation mittlerweile wieder aufgrund strenger Naturschutzgesetze und einiger Auswilderungsprojekte. Der Uhu brütet in unterschiedlichen Landschaften und ist streng nachtaktiv. Ein markantes Merkmal sind die großen Federohren, die je nach Laune hoch aufgestellt oder angelegt werden können.

2. Aussehen
Der Uhu hat einen kräftigen Körperbau, eine markante Gefiederfärbung und lange Federohren, was ihn unverwechselbar macht. Sein Körpergefieder (ad)  ist eher rostbraun und mit dunklen Flecken übersät. Schnabel schmal und schwarz, Stirnkanten weiß, Federohren innen schwarz, durch einem Längsstreifen mit Die Augen verbunden. Hals und Brust gelbbraun haben eine leuchtend orangerote Farbe, seine Federohren sind bis zu acht Zentimeter lang. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt.
3. Verhalten
Er ist ein streng nachtaktiver Jäger, der sich tagsüber in Baumkronen oder an Felswänden versteckt. Er ist ziemlich standorttreu, wenn das Nahrungsangebot es zulässt. An der Spitze der Nahrungskette stehend hat er kaum natürliche Feinde und verhält sich auch Artgenossen gegenüber vergleichsweise entspannt. Bei der Verteidigung des Nests ist er jedoch furchtlos.
4. Lebensraum
Sein Lebensraum kann sehr unterschiedlich aussehen. Oft findet man ihn in felsigen, strukturierten Landschaften mit offenen bis halboffenen Jagdflächen vor. Er brütet an steilen, schwer zugänglichen Felswänden und in Steinbrüchen, mittlerweile sogar in leerstehenden Gebäuden oder auf Müllkippen.
 
5. Nestbau, Eier, Brutverhalten
Eier: weiß, 61 x 49 mm
Gelegegröße: 2 – 4 Eier
Zahl der Bruten im Jahr: 1
Bebrütungsdauer: 34 – 36 Tage
6. Gefährdung

In Deutschland gilt der Uhu aktuell als nicht gefährdet.  

7. Nahrung
Der Uhu zählt zu den Spitzenprädatoren. Die Nahrung kann je nach Lebensraum stark variieren. Oft erbeutet er Säugetiere wie Hasen, Ratten oder Kaninchen. Daneben ernährt er sich von Vögeln wie Tauben, aber auch Amphibien und Reptilien können mal bei ihm auf dem Speiseplan stehen.
 
8. Zugverhalten
Als Standvogel verbringt der Uhu auch die Winter in Deutschland.
9. Stimme
Der Uhu ist für seinen dumpf klingenden Ruf bekannt, welcher sehr weit trägt. Außerhalb der Brutzeit ist der Uhu wenig ruffreudig. Am Brutplatz ist das typische, dumpfe „u-uuooh“ zu vernehmen, dem der Uhu seinen Namen verdankt.
10. Was kann ich tun?
Verletzte Uhus werden im NABU-Vogelschutzzentrum im württembergischen Mössingen gesund gepflegt und dann wieder in die Freiheit entlassen.

Übrigens:

Die markanten Federohren dienen nicht dem Hören, sondern dazu, die Stimmung wiederzugeben.