Die jährliche Wandertour des Schwarzwaldverein Hausach in den Vogesen führte in diesem Jahr auf die imposante Burgruine Fleckenstein nahe der Grenze zur Pfalz .
Auf der Fahrt mit dem Bus über Straßburg und Hagenau wurde auch der Ort Woerth durchquert, in dessen Umgebung im deutsch- französischen Krieg von 1870/71 eine der ersten großen militärischen Auseinandersetzungen, mit vielen Opfern auf beiden Seiten, stattfand. Heute noch findet man in und um Woerth große Denkmäler, welche an die damals eingesetzten deutschen Regimenter erinnern. So auch das mitten in Woerth liegende wuchtige Denkmal der Bayern mit Siegesgöttin und dem Löwen.
Bemerkenswert ist, dass trotz der beiden noch folgenden zwei Weltkriege die Anlagen erhalten geblieben sind.
Beim, an einem kleinen Stausee gelegenen Campingplatz Fleckenstein, begann dann die Tour. Hoch auf dem Berg konnte man schon das über die Baumwipfel hinausragende Wanderziel erkennen, das nach 2 Stunden Gehzeit erreicht sein wird.
Eine kurze ebene Wegstrecke machte die Beine gelenkig, ein danach etwas kräftiger Aufstieg brachte sie dann auf Betriebstemperatur Auf der Höhe angekommen gab es mit dem Blick auf die Ruine Froensbourg einen ersten Eindruck von der Bauweise der Burgen auf den für diese Gegend so typischen hohen Sandsteinfelsen.
Ein schmaler Pfad auf weichem Waldboden führte dann hinunter zum pfälzischen Grenzort Hirschthal, wo auf einer schmalen Holzbrücke die Sauer überquert wurde.
Der nun folgende Aufstieg zur Fleckenstein war dann rechtzeitig zur Mittagspause geschafft, wo ein überdachter Rastplatz zum Verweilen einlud und vor Wetterunbill schützte. In unmittelbarer Nähe qualmten zwei, von einem Verein betriebene Kohlenmeiler.
Der Fleckenstein ist wohl der kühnste Burgenbau der Vogesen. Auf einem 43 m hohen und unzugänglichen Sandsteinfelsen stand die eigentliche Burg, von deren Bauten auf dem Plateau allerdings nichts mehr vorhanden ist. Sie wurden schon 1680 weitgehend zerstört. Dagegen sind die unten in den Fels gehauenen Säle, wie der Rittersaal, Lauf-gänge,Treppenhäuser und weitere Räume noch erhalten und zu begehen.
Nach der Besichtigung der sehr beeindruckenden Anlage trennte sich die Wandergruppe. Diejenigen, die nicht die ganzen 13 km mitgehen wollten, wanderten hinüber zum nahe gelegenen Gasthof Gimpelhof, genossen dort ihren Nachtisch, um später mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurück zu fahren.
Für die andere Gruppe folgte gleich nach dem Fleckenstein nochmals ein kräftiger Aufstieg, bevor es wieder auf einem, stellenweise anspruchsvollem Pfad, zum Col du Litschkopfhinab ging, um gleich danach, ebenfalls auf einem schmaler Pfad, wieder auf zu steigen auf den 444 m hoch gelegenen Regelsberg. Am frühen Nachmittag wurde dann die Rundwanderung am Ausgangspunkt wieder beendet.
Auf der Rückfahrt nach Hausach konnten die 21 Teilnehmer nochmals über den schönen Wandertag nachsinnen, der vorwiegend durch dichte Laubwälder führte, die mit ihrem Blätterdach auch guten Schutz boten vor dem an diesem Tag vorherrschenden Aprilwetter im Oktober. Bei einer Einkehr unterwegs gab es noch Gelegenheit zur Stärkung.
Ein Dank gilt Michaela und Gernot Issele, sie haben die Tour für jeden Anspruch geplant und die Wanderung zu einem schönen Ereignis werden lassen.


