SWV Hausach wandern auf den Spuren sächsischer Maler

Die diesjährige Wanderwoche vom 16.09. bis 21.09.2025 führte den Schwarzwaldverein Ortsgruppe Hausach in die Sächsische Schweiz auf den „Malerweg“.

Schon bei der Vorbereitung wurde entschieden, dass unbedingt ein Besuch der Stadt Dresden eingeplant werden sollte, weil sie unweit der Wanderregion Hohnstein liegt.

39 Teilnehmer fuhren am Dienstag, den 16.9.2025frühmorgens über die A 5/ A 6 Richtung Norden. Nach 2 Rastzeiten, Hohenlohe, wo selbst gebackener Kuchen und Kaffee die Müdigkeit vertrieb, und Frankenwald zur Mittagszeit sowie einer langen Fahrt erreichten wir gegen 17.00 Uhr Dresden. Im zentral gelegenen Hotel wurden die Zimmer bezogen. Alle konnten sich nach einem kleinen ersten Rundgang nach der doch anstrengenden Fahrt die Beine vertreten. Die meisten fanden sich in einer typischen Brauereigaststätte wieder.

Am Mittwochmorgen war eine Stadtführung angesagt. Zuerst wurde die Stadt mit ihrer großen Geschichte im Bus und später in zwei Gruppen zu Fuß erschlossen. Höhepunkt war für uns der Besuch der Frauenkirche, die nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg im Jahre 2005 neu geweiht wurde.

Gegen 16.00 Uhr war dann die Abfahrt nach Hohnstein in das gebuchte Hotel. Hier lernten wir unseren Wanderführer vor dem Abendessen kennen. Mit anschaulicher Bilddokumentation stimmte er uns auf die 3 geplanten Wandertage ein.

Zur 1. Etappe am Donnerstag pünktlich 9.00 Uhr fuhren wir zuerst mit dem Bus nach Liebethal. Der Wanderweg wargesäumt von den typischen riesigen Steinformationen des Elbsandstein- gebirges und führte uns durch den Liebethaler Grund bis zur Liebethaler Mühle und der Daubenmühleentlang des Flüsschens Wesenitz. Das imposante Denkmal von Richard Wagner, der an diesem Ort die Inspiration für „Lohengrin“ fand, war beeindruckend. Nun ging es bergauf nach Mühlsdorf und wieder hinab in den Uttewalder Grund mit dem sagenumwobenen Felsentor, wo einst der berühmte Romantiker Caspar-David Friedrich verweilte. Umgeben von Felsen erreichten wir die Stadt Wehlen, das Ende der ersten Etappe.

Die 2. Etappe am Freitag begann in Wehlen. 28 Teilnehmer wanderten den Schwarzenbergweg hinauf bis zum Rastplatz „Steinerner Tisch“. Hier ließ Kurfürst August der Starke eineTisch-  Bank-Kombination aus heimischem Felsen errichten, um bei Jagdausflügen einen Rastplatz zu haben. Weiter auf dem Fremdenweg wurde die berühmte „Bastei“ erreicht. Nach der Mittagspause führte der Weg über viele Stufen hinab zum Kurort Rathen. Durch den Amselgrund ging es weiter vorbei am Amselsee, dem Amselfall nach Rathewalde. Parallel zur Straße wurde der Hocksteinplatz erreicht und dort ging es die enge Wolfsschlucht hinab und weiter bis nach Hohnstein.

Die 2.Gruppe Wanderer fuhr mit dem Bus direkt zur Bastei und erkundete dort die Anlage, wanderte bis zum Hockstein und fuhr wieder zurück zum Hotel.

Nach dem Abendessen unterhielt uns Otto mit seinem Akkordeon und lud zum Mitsingen ein.

Zur 3. Etappe am Samstag starteten 20 Personen direkt vom Hotel über den Halbenweg an der Gautschgrotte vorbei bis zur Brandbaude. Dort wurde eine kleine Mittagspause eingelegt. Die Aussicht vom Brandmassiv über das Polenztal ist berühmt. 800 Treppenstufen führen hinab in den „Tiefen Grund“ und bald wieder hinauf nach Waitzdorf, den Mühlweg und den wildromantischen Kohllichtgraben. Am Bach entlang wurde das Örtchen Kohlmühle erreicht. Ein monumentaler Klinkerbau zeugt von einem verlassenen Linoleumwerk. Von Kohlmühle aus geht der Weg durch das Sebnitztal bis zur Schwarzbachmündung. Über den Mühlweg erreichten wir unser Etappenziel Altendorf.

Die 2. Gruppe mit 18 Personen startete etwas später vom Hotel aus bis Brand. Nach der Mittagsrast fuhren sie mit dem Bus nach Bad Schandau und weiter nach Altendorf. Hier bot sich noch die Gelegenheit zu einer gemeinsamen Aussicht vom Adamsberg über die Sächsische Schweiz zum Abschluss der drei Wandertage.

Nach dem Abendessen spielte Otto noch einmal auf. Auch unser Wanderführer Michael mit Freundin und Mutter freute sich über unsere Einladung. Dies und unser Ständchen zum Geburtstag der Mutter war natürlich das absolute Highlight.Heinerike las lustige Geschichtchen in alemannischer Mundartvor, die bei den drei Gästen äußerste Konzentration zum Verstehen erforderte. Gleichzeitig wurde dem Wanderführer Michael gedankt für seine sehr gut geplanten Wanderungen, die gespickt waren mit vielen interessanten Informationenüber die Geschichte und Wissenswertes zum NationalparkSächsische Schweiz ebenso für seine unterwegs oft vorgetragenen Gedichte und Sagen seiner Heimat.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück hieß es Abschiednehmen von dieser schönen und interessanten Ecke Deutschlands, für die sich die lange Fahrt gelohnt hat. Viele neue Eindrücke nahmen wir mit nach Hause. Alle fanden, dass es schöne Tage waren, nicht nur wandern, sondern auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz und natürlich ganz wichtig: Es waren sonnige Tage.

Ein besonderer Dank wurde den Organisatorinnen, Anneliese Grießbaum und Melitta Kamm, ausgesprochen. Ihre Mühen und der Fleiß in der Vorbereitung bescherte den Teilnehmern ein unvergessliches Erlebnis.

Auch unserem Busfahrer Horst wurde gedankt für seine umsichtige Fahrweise. Es waren oft enge und schwierige Passagen dazwischen, die er meisterlich gefahren ist.

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